h1

Blogwechsel

August 30, 2007

Sodele, ab heute geht’s hier auf einem eigenen Server und individuelleren Blogseite weiter. :) :)

h1

Hot Fuzz

August 26, 2007

UK/France 2007 – Regie: Edgar Wright – HD DVD Universal – IMDb


Ever fired your gun in the air and yelled, ‘Aaaaaaah?’

Nach dem atmosphärisch eher unerfreulichen „TCM: The Beginning“ war „Hot Fuzz“ das perfekte Equivalent. Die beste Komödie die ich je gesehen habe. So viel gelacht hab ich schon seit Jahren nicht mehr und bei einem Film sowieso nicht. Ich hatte literweise Tränen in den Augen das ich zum Teil das Geschehen gar nicht mehr mitverfolgen konnte. Von hinten bis vorne ein fantastischer Film, was schon beim Cast anfängt.

Simon Pegg und Nick Frost waren schon in „Shaun of the Dead“ ein tolles Duo, doch perfektionieren sie sich erst hier, vor allem auch weil sich „Hot Fuzz“ als Buddy-Actionkomödie bestens dafür eignet. Nick Frost als Danny gefiel durch seine infantile Art besonders gut. Timothy Dalton mal wieder in einem Actionmovie zu sehen war ebenfalls ein tolles Wiedersehen. Die alte Garde des englischen Kinos – u.a. Jim Broadbent, Bill Nighy, Stuart Wilson – ist auch vertreten und kommt dann auch im zweiten Teil, wenn der Actionpegel drastisch in die Höhe geschraubt wird, mit allerlei Schiesseisen zum Zuge.

Was ich an Hot Fuzz eben ganz speziell genial fand, war diese over-the-top Action, die ich so niemals hier erwartet hätte. All die alten Hasen unter den englischen Schauspielern mit Shotgun und Maschinengewehren um sich schiessen zu sehen war so hilarious das ich echt nicht mehr konnte vor lachen. Beispielsweise der Pfarrer, gespielt von Paul Freeman, mit seinen zwei unter den Ärmeln versteckten Knarren oder auch die alte Frau mit dem Maschinengewehr sind alles Dinge, über die man im Alltag lacht wenn man darüber spricht und wenn sie dann im Film dargestellt werden, und dann noch so brillant wie hier, einfach nicht mehr Luft holen kann vor Lachen.

Alle Seitenhiebe auf die Actionfilme sind bei der Erstsichtung unmöglich zu entdecken. Da gibt’s von Dirty Harry bis High Noon praktisch alles. Eine der besten Szenen ist definitiv die, in der sich Simon Peggs Charakter, Nicholas Angel (schon der Name bringt mich wieder zum Lachen), in den Actionheld verwandelt als er die DVDs von Point Break und Bad Boys 2 sieht. Der Sound dazu lieferte übrigens Robert Rodriguez. Sonnenbrille auf, Zahnstocher a la Tequila rein und die tiefere Stimme machen Angel zu einem der absolut coolsten Actioncharaktere aller Zeiten. Das ist ihnen so gut gelungen, dass ich dem Film allein dafür die volle Punktzahl geben würde.

Die Story ansich ist nichts Besonderes und ist halt mehr Mittel zum Zweck, wie das bei Actionfilmen häufig der Fall ist. Für die Location ein kleines Städchen zu nehmen war auf jedenfall die richtige Wahl. So eine kleine Community gibt den Film die richtige Atmosphäre. Der Blutfaktor ist übrigens auch ziemlich hoch und es kommt eben alles übertrieben daher mit jedem nur erdenklichen Klischee des Actionkinos. Die Inszenierung ist allererste Sahne und muss sich vor amerikanischen Produktionen überhaupt nicht verstecken.

Mal schauen was das Trio als Nächstes produziert. Vielleicht nehmen sie ja mal das Fussballbusiness auf die Schippe, denn wer könnte sowas besser als die Engländer?

25.08.07

h1

The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

August 26, 2007

USA 2006 – Regie: Jonathan Liebesman – DVD Entertainment in Video – IMDb
Erstsichtung


Damn, I just killed the entire police department!

Gestern gab’s mal wieder einen kleinen Filmabend und da einer den uuunbedingt schauen wollte wurde er halt in der Unrated Fassung wieder auf die Leinwand projiziert. So brutal er auch ist, in Gesellschaft kann man über diesen Film fast nur lachen. Vieles ist so übertrieben dargestellt, dass es echt einfach nur noch zur Lachnummer wird. Am Ende fragt man sich aber doch wie weit die Filmemacher da noch gehen wollen. Ich sehe hier in punkto Splatter in einem „ernsten“ Horrorfilm wirklich kaum mehr Steigerungspotenzial.

25.08.07

h1

Letters from Iwo Jima

August 26, 2007

USA 2006 – Regie: Clint Eastwood – HD DVD Warner – IMDb


A day will come when they will weep and pray for your souls.

Clint Eastwood präsentiert hier mit „Letters from Iwo Jima“ einen hervorragenden Film, der alle Qualitäten des Regisseurs vereint. Gute Charakterdurchzeichnungen, ruhige aber nicht minder kraftvolle Bilder untermalt mit einem grandiosen Soundtrack. „Flags of Our Fathers“ bräuchte es meiner Meinung nach gar nicht. Zwar komplettiert er das Double Feature, aber der bessere der beiden Filme ist klar „Letters from Iwo Jima“. Schon der Hintergrund, dass ein amerikanischer Regisseur einen Film mit japanischer Kultur und Schauspielern dreht ist bemerkenswert und vereint somit genau die beiden Völker die sich in der Geschichte bekämpfen, was ich eine tolle Sache finde und den Antikrieg-Gedanken gleich nochmals zusätzliches Gewicht gibt. Trotzdem möchte ich Flags hier nicht abwerten, denn nur wenn man beide Filme gesehen hat merkt man, dass sich die beiden Völker nicht gross voneinander unterscheiden. Die Japaner mögen Reis als Proviant essen und opferungsvoller sein, aber im Inneren haben beide Seiten die gleichen Gefühle: Möglichst schnell wieder nach Hause zu den Familien die sie verlassen mussten.

Der Film bietet deutlich weniger Action als Flags, dafür weiss Letters mit besseren Charakteren zu fesseln und hat mit Ken Watanabe einen Schauspieler der vor Klasse nur so strotzt, was Flags wiederum ganz klar fehlte. Die volle Punktzahl bleibt ihm bei mir aber dennoch verwehrt, weil man hier und da doch das Gefühl nicht los wurde, dass Clint in einigen Passagen das Tempo hätte erhöhen können, um das Ganze vielleicht einen Ticken spannender zu machen. Nichtsdestotrotz bietet Letters rückblickend aber ein wunderbar homogenes Gesamtbild. Macht einen auf jedenfall hungrig auf mehr Asiatisches!

24.08.07

h1

Apocalypto

August 15, 2007

USA 2006 – Regie: Mel Gibson – Blu-Ray Touchstone – IMDb
Erstsichtung


Day will be like night. And the man jaguar will lead you to your end.

In letzter Zeit gibt’s bei mir wegen Prüfungsvorbereitungen nicht viel zu berichten. Das wird sich auch nicht vor Ende nächster Woche ändern. Trotzdem hatte ich gestern Abend mal wieder Zeit und da ein Kumpel Lust auf fast paced action und High Definition hatte, war Apocalypto die logische Auswahl. Weiterhin ausgezeichnete Unterhaltung, wenn auch einige Passagen nun ein wenig langatmig erscheinen. Liegt natürlich auch daran, dass ich ihn so schnell wieder gesehen habe, aber Gibson hätte trotzdem hier und da kürzen können. Sonst aber visuell etwas vom Besten was in letzter Zeit zu sehen war!

14.08.07

h1

Filmrätselstöckchen die 108.

August 10, 2007

Nachdem ich gestern das Glück hatte bei Thk den atmosphärischen Thriller „The Mothman Prophecies“ unter seinen Bildern zu erkennen, geht das Filmrätseln bei mir nun weiter.

Eine Übersicht über die bisherigen Quizstationen erhält man wie gewohnt bei Dirk. Teilnehmen sollten nur diejenigen, die selber über ein Blog verfügen, damit ein konsequentes Weiterführen des Quiz möglich ist.

Hier nun das Bild, das meine Quizmoderation einläutet:

Fröhliches raten! :)

Edit:

Peter hat den Film The Hills Have Eyes richtig erkannt. Um 10:45 geht’s bei ihm gleich weiter.

h1

Erweiterung des Filmtagebuchs

August 7, 2007

Ich schreibe schon seit ziemlich genau zwei Jahren Reviews; auch für mich, damit ich gelegentlich nachschauen gehen kann was ich zu dem bestimmten Zeitpunkt gerade gesehen habe. Zum anderen ist es auch so, dass wenn man mal auf den Geschmack gekommen ist, nicht mehr aufhören kann. Mit der Zeit hat man dann ein schön dickes Nachschlagewerk und erst dann beginnt man ein solches Filmtagebuch richtig zu schätzen.

Jetzt aber zum Wesentlichen: In diesen zwei Jahren habe ich rund 300 Reviews geschrieben, ja davon auch einige schwache und einige kürzere :D (man verbessert sich ja über die Jahre hinweg auch in der Schreibweise), und möchte mich jetzt eigentlich nur noch auf dieses Blog hier konzentrieren und nicht immer auf die Filmforen.de Seite wechseln, wenn ich mal einen älteren Eintrag lesen möchte. Deshalb werd ich mir jetzt, natürlich neben aktuellen Reviews zu schreiben, auch die Mühe geben all die schon geschriebenen Reviews auf diese Seite hier zu übertragen, und zwar chronologisch. Ich hoffe davon könnt dann auch ihr ein Stückchen profitieren.

h1

Daylight

August 7, 2007

USA 1996 – Regie: Rob Cohen – DVD Universal – IMDb


Get them back to daylight.

Vor elf Jahren, als der Film herauskam, konnte ich mich für solche Filme begeistern wie ein kleines Kind. Damals hätte ich ihn auch durchaus für gut empfunden, hab ihn zu der Zeit aber trotzdem verpasst, was in erster Linie an Stallone gelegen haben dürfte, weil ich praktisch immer dem Arnie den Vortritt gab. Die meisten Charaktere in diesem Katastrophengetümmel sind einfach nur dumme, unsympathische Trottel. Rob Cohen mag vielleicht wissen wie man sich actiontechnisch austobt, denn für einen elf Jahre alten Film ist er immer noch sehr gut in Szene gesetzt, auch wenn einige Effekte selbstverständlich nicht mehr up-to-date sind, scheint aber von Dialogen keinen blassen Schimmer zu haben. Da wird teilweise so drastisch durcheinander geredet, geschrieen und geweint, das man den Ton am liebsten auf „lautlos“ stellen möchte und nicht selten ergibt sich daraus unfreiwillige Komik. Da ist die Truppe an Unglückseligen zuerst, mal abgesehen vom toughen Stallone aka Kit Latura, völlig desillusioniert und mag sich kaum bewegen und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, packen sie an, helfen wo sie nur können wie Verrückte, als hätten sie die ganze Zeit nichts anderes getan. Eine Prise Pathos hat sich also auch in Daylight versteckt und damit hätte der Film so fast alle Klischees dieses Genres durchgekaut, inklusive der Unlogik, die man aber lieber gar nicht erst beginnt zu analysieren. Oft sind die Figuren dort wo sie nicht sein sollten und tun genau das was sie nicht tun sollten, genau wie die Urheber dieser Katastrophe. War aber noch ganz nett Viggo Mortensen als eingebildeter Schnösel zu sehen.

Schön war es aber mal wieder die Twin Towers zu sehen. Ein solcher Katastrophenfilm, der sich in New York abspielt, wäre heute und wohl auch in der nahen Zukunft, knapp sechs Jahre nach der Tragödie, undenkbar. Das gibt dem Film wenigstens einen zusätzlichen historischen Wert.

Daylight ist halt einer dieser Filme, bei dem man auch eine gehörige Portion Kindheitsnostalgie mitbringen muss, um den Film richtig mögen zu können, was ich für einmal, trotz des Genres, nicht tun kann. Für heutige Standards reicht der Film höchstens für einen heiteren Filmabend, wenn man alle Ungereimtheiten nicht zu Ernst nimmt. Leider also doch nur gut gemeinter Durchschnitt.

06.08.07

h1

Cast Away

August 5, 2007

USA 2000 – Regie: Robert Zemeckis – DVD Dreamworks – IMDb


We live and we die by the clock, that’s all we have.

Robert Zemeckis gehört zu den Regisseuren, die eine Geschichte mit wunderbaren Bildern erzählen. Die Verbindung von Soundtrack und Bildern waren bei ihm schon immer eine Pracht. Zweifellos untermauert hat er dies mit „Forrest Gump“, „Back to the Future“, im Gruselgenre mit „What Lies Beneath“ und nicht weniger auch in „Cast Away“, welcher sein bisher letzter real gefilmter Streifen ist. Wieso es ihn in die Animationsfilme gelockt hat, dürfte wohl unter anderem an seiner Liebe für ausdrucksstarke Bilder liegen, mit denen er in „Cast Away“ wohl seinen Höhepunkt erreicht hat und nun für die in der Realität unmöglich filmbaren Dinge, die Animationsstudios zu Hilfe zieht. „The Polar Express“ war eine wunderschön anzuschauende Weihnachtsmär und mit einem genauso tollen Soundtrack untermalt, hatte sonst aber nicht viel zu bieten. Mal schauen was aus „Beowulf“ wird, der dieses Jahr noch in die Kinos kommen soll und die gleiche Technik benutzt wie in Zemeckis Vorgängerfilm. Nach dem Trailer zu urteilen dürfte das schon ganz nett werden, trotzdem wünschte ich mir, er würde sich wieder für den realen Film begeistern können.

„Cast Away“ ist genauso bildgewaltig geworden, wie ich mir das von einem Zemeckis Film erhofft habe. Der Flugabsturz ist sehr eindrücklich inszeniert und was Tom Hanks Charakter Chuck im Survivalkampf so alles unternimmt, wurde toll in Szene gesetzt, sodass der Film, auf der Insel zumindest, zu keiner Zeit langweilig wird. Und auch das, wenn Chuck keinen Gesprächspartner hat, ausser seinen späteren Volleyballfreund Wilson. Längere Zeit nach der Strandung wünscht sich der Zuschauer wirklich mal wieder einen Dialog, ja nicht einmal Musik ist zuhören, bis Chuck mit seinem Flossbau wieder Hoffnung schöpft. Dann ertönt fast schon im Minutentakt Alan Silvestris wunderschöner Score und macht diese Einöde, dieses Verlorenseins beim Zuschauer vergessen und man fühlt sich gleich wieder in die Zivilisation versetzt. Dieses fast schon Mittendrin-Gefühl ist den Machern stilistisch wirklich ausgezeichnet gelungen.

Tom Hanks spielt gut, aber manchmal fast zu forciert und gezwungen. Helen Hunt ist ebenfalls solide; wie man es von ihr gewohnt ist. Hat nach ihrem Oscargewinn, man merkt es auch hier wieder, aber schon ein wenig abgebauen. Am Ende geizt der Film auch nicht mit reichlich Kitsch und dürfte dem ein oder anderen Zuschauer ein Tränchen hervorrufen, was u.a. dem Soundtrack zu verdanken wäre. Ein visuell ganz starker Film, der seine grössten Momente auf der Insel feiern darf.

03.08.07

h1

Transformers

August 1, 2007

USA 2007 – Regie: Michael Bay – Kino Kiwi Winterthur – IMDb


Freedom is the right of all sentient beings.

Was ist Michael Bay doch für ein Spinner! Was der hier wieder alles fliegen lässt ist gegen Ende kaum zu fassen. Ich freu mich schon auf die Sichtung im heimischen Kino, um die ganzen Details richtig greifen zu können. Das war auf der riesigen Leinwand im Kino bei all der hektischen Kameraarbeit echt nicht möglich. Aber ich fang jetzt erstmal mit dem wichtigsten an: Transformers kann meine beiden Lieblings-Bays, Bad Boys 2 und The Rock, nicht vom Thron stossen, legt aber trotzdem immer noch ein Fest für die Sinne hin. Leider war das Bild im Kino katastrophal. Es hatte einen permanent schwarzen Abdruck, als wäre ein Lastwagen quer durchs Bild gerast. Wenigstens bemerkte man diesen Streifen kaum mehr bei den ganzen Effekten.

Ausschlaggebend, dass der Film für mich nicht an Bad Boys 2 oder The Rock herankommt, waren die Roboter, mit denen ich einfach nicht so richtig mitleiden kann, weil ich die Serie nie verfolgt habe und ich mich für diese auch nie gross interessiert habe. Mir war es also eigentlich piepsegal wer da vorne auf der Leinwand gewinnen würde. Die erste Hälfte, die deutlich weniger Action aufweist, gefiel mir dank der guten Witze deutlich besser (z.B. der Inder bei der Telefonauskunft oder die Szenen mit Sam Witwickys Eltern) als die mit Action überladene, aber fantastisch inszenierte, zweite Hälfte. Der Oscar für die besten Spezialeffekte darf man für ILM schon mal auf die Seite stellen. Das war echt zum Teil atemberaubend. Abgesehen vom Eye Candy fehlte mir aber noch was. Die Story ist bei dem ganzen Krawall absolut nebensächlich, und bei einem Film betitelt mit Transformers erwartet man vermutlich auch nicht eine ausgefeilte Storyline, aber genau weil diese nichts zu bieten hat, war ich dann ein klein wenig verloren, weil für mich das Ganze, als Nicht-Transformers-Kenner, nicht mehr allzu viel vorzuzeigen hat, sei das alles noch so gigantisch verpackt. Die deutsche Synchro der Roboter ist auch sehr gewöhnungsbedürftig und während der Kämpfe teilweise arg unverständlich. Ein weiterer Grund sich auf die Sichtung zu Hause im O-Ton zu freuen.

In Hälfte eins kann in erster Linie Shia LaBeouf, der sogar mal in einer Akte X Folge in Staffel 7 mitgespielt hat, überzeugen. Er hat wirklich Charisma und könnte sehr gut der nächste grosse Schauspieler werden. Megan Fox kann, mal abgesehen von ihrem scharfen Körper, nicht viel bieten. Ich mag irgendwie ihr Fuchsgesicht nicht. Da war Rachael Taylor das um einiges schönere Miezekätzchen. Traumfrau! Anthony Anderson und John Turturro haben auch noch ein paar humorvolle Auftritte, sonst ist der Cast aber nicht weiter erwähnenswert. Hauptattraktion sind dann halt schon die toll aussehenden Roboter.

Die ganzen Referenzen an andere Filme, darunter auch Bays hauseigener Film Armageddon, sind für Filmfreunde ein nettes Gimmick. Eine Szene erinnerte auch speziell an Bad Boys 2 und das war mit Bestimmtheit kein Zufall. Die Musikeinlagen – damit mein ich nicht den Soundtrack von Steve Jablonsky, denn der war gelungen – passten aber mal überhaupt nicht. Das war so als hätte einer seinen Ghettoblaster ins Kino mitgeschleppt und einfach mal bei einer Actionszene eingeschaltet. Das Ende weiss leider auch nicht wirklich zu überzeugen. Zu abrupt ohne nennenswerten Höhepunkt. Zwar besteht das Finale aus der üblichen Materialschlacht, aber auch in dieser Effekthascherei erwartet man dann eine bessere Pointe als einfach nur ein normaler Ausklang dieses ganzen Krawalls. Man erwartet das Ultimative; kommt aber nicht. Wirkt fast so, als wären sie da ein wenig unter Zeitdruck geraten.

Transformers will an keiner Stelle eine gute Story haben, somit kann man ihm das auch fast nicht als Negativpunkt vorwerfen. Er will Spektakel sein, Materialschlacht, was der Film in jedem Departement auch ist. Freunde des Actionfeuerwerks, wie ich es bin, werden zweifellos auf ihre Kosten kommen. Deshalb kann ich ihm seine oben aufgeführten Schwachpunkte halbwegs verzeihen. Klar ist aber, dass Michael Bay Allergiker auch mit seinem neuesten Ableger nicht glücklich werden (ja, Militärfetisch mit Sonnenuntergängen und Helikoptern gibt’s wieder en masse) und Product Placement Hasser genauso wenig. Da kommt von Ebay bis Burger King wirklich fast alles vor. Die Auszeichnung für den besten Actionfilm des Jahres 2007 geht für mich aber trotzdem knapp an „Live Free or Die Hard“. Aus dem ganz einfach Grund, weil ich mit McClane mehr anfangen kann als mit den Autorobots.

31.07.07

h1

House of Frankenstein

Juli 31, 2007

USA 1944 – Regie: Erle C. Kenton – DVD Universal – IMDb


Do as I say or I’ll never help you.

Wie auch schon House of Dracula vereint House of Frankenstein die drei bekanntesten Monster und fügt der Storyline noch den Buckeligen und den verrückten Professor hinzu. Dadurch dass die Auftritte des Frankensteinmonsters hier überaus kurz geraten sind, übernahm Boris Karloff die Rolle des verrückten Professors, Dr. Niemann, kriegt somit am meisten Screentime und konnte so damals viele Horrorfreunde ins Kino locken.
Die Kulissen sind reicher an Details als beim Vorgänger und man wechselt die Schauplätze in einem erfreulich hohen Tempo, was das Ganze zu einem kurzweiligen Filmchen macht.

Die Story ist wieder sehr banal: Dr. Niemann will nämlich nur eins: Rache and diejenigen ausüben, die ihn ins Gefängnis brachten. Auf seinem Weg trifft er dann zuerst auf Dracula, der hier wieder völlig fehlbesetzt von John Carradine gespielt wird, den Wolfsmenschen und zuletzt auf das Frankensteinmonster. Leider weiss er aber keinem seiner „Freunde“ die Versprechungen die Defizite ihres Daseins zu beheben einzuhalten und somit tut sich am Ende sehr schnell Unmut breit, alles endet im Chaos und die Dorfbewohner dürfen wieder Zeuge sein. Kaum versinkt das Frankensteinmonster mit Dr. Niemann im Treibsand ist ohne wenn und aber Schluss. Unkonventionelles aber tolles Ende. Ein solch abrupter Schluss wäre heute undenkbar, passt hier aber bestens. Gute Durchschnittskost halt. Nicht besonders aufregend, aber auch nicht schlecht, was bei mir eben drei Statuen entspricht. Ein versöhnlicher Abschluss.

War übrigens auch noch lustig, nach der Sichtung den Trailer anzuschauen, der ohne Sprecher und nur mit einer Schrift begleitet wird. Sieht man auch nicht alle Tage.

30.07.07

h1

The Ghost of Frankenstein

Juli 31, 2007

USA 1942 – Regie: Erle C. Kenton – DVD Universal – IMDb


He seems to recognize you Doctor.

Ygor, dessen Part wieder Bela Lugosi übernahm, hat die Schusswunden überlebt und weiterhin nur eines im Schilde: Das Monster für seine Zwecke zu nutzen, nämlich endlich aus seinem verkrüppelten Body zu entkommen. Das gefundene Monster hat nach seinem Schwefelbad an Energie einbüssen müssen und Ygor sucht dafür den zweiten Sohn Frankensteins auf, der, wer hätte das gedacht, natürlich die Aufzeichnungen seines Vaters, wie man einem Toten wieder Leben einhaucht, ebenfalls aufbewahrt hat. Die fatalen Folgen einer Transplantation Ygors Gehirns in des Monsters Körpers voraussehend, stimmt Frankenstein aber nicht zu und so wendet sich Ygor halt an Frankensteins Doktorkollegen Bohmer, der hinsichtlich des möglich Ruhms zustimmt. Frankenstein möchte nach einer Vision, in der sein Vater ihn dazu überredet, seine unvollendete Arbeit fertig zu stellen, seine Operation am Monster trotzdem durchführen, doch mit der Bedingung die Bestie zum Guten zu besinnen. Dafür muss dann das Gehirn des, in einem Zwischenfall verstorbenen, Doktorkollegen Kettering herhalten. Am Ende werden die Gehirne von Ygor und Kettering aber vom pösen Bohmer vertauscht, das Monster kriegt dasjenige von Ygor und wird natürlich böser denn je. Zum Glück tauchen dann wieder einmal die Dörfler mit Fackeln und Heugabeln auf, um dem Monster ein vorläufiges Ende zu bereiten.

In diesem schwächsten Teil der Universal Frankenstein Filme, durfte Lone Chaney Jr. Die Rolle des Frankensteinmonster übernehmen. Boris Karloff sah wohl voraus, dass aus diesem Skript nichts Gutes werden konnte. Chaney weiss dem Monster leider nicht das Leben einzuhauchen, das man von Karloffs Darstellungen gewohnt war. Zu steif und sogar ohne einen Pips von sich zu geben. Sowas reicht auch bei einer solchen Bestie nicht aus. Die Kulissen waren auch allesamt zu fad und die kalten öden Mauern des Frankensteinlabors, in denen der Zuschauer leider viel zu oft verweilt, waren einfach nur langweilig. Die Geschichte ist geplagt von typischen Sequel-Logiklöchern und Einfallslosigkeit. Rundum einfach schwach, doch das soll noch nicht das Ende sein…

30.07.07

h1

Son of Frankenstein

Juli 29, 2007

USA 1939 – Regie: Rowland V. Lee – DVD Universal – IMDb


You have inherited the fortune of the Frankensteins, I trust you will not inherit their fate.

Der Sohn von Frankenstein erbt das Vermögen seine Vaters und reist dafür in die Burg Frankenstein, um dort ein neues Leben anzufangen. Schnell kommt auch er in Versuchung, das bewusstlose Monster wieder zum Leben zu erwecken, damit er zeigen kann, dass seines Vaters Experimente doch nicht komplett unnütz waren. Auf der anderen Seite möchte Ygor, der Dorfkrüppel, mit dem wieder lebendigen Monster, Rache nehmen an die Leute, die ihn zum ersten Mal gehängt haben…

Erst nach den Fortsetzungen erkennt man die wahren Stärken der beiden Hauptfilme „Frankenstein“ und „Bride of Frankenstein“. Dieser dritte Teil ist zwar noch nicht der komplette Absturz, aber war mir persönlich, nach einem guten Start, viel zu zäh. Er ist im Durchschnitt eine halbe Stunde länger als die restlichen Frankensteinfilme und erzählt zudem nicht mehr als die Anderen. Kein Wunder erscheint einem das Ganze dann eine Spur zu dickflüssig.

Man darf im dritten Teil dafür wieder zwei namhaften Horrordarstellern zuschauen, nämlich Boris Karloff als Frankenstein und Bela Lugosi, zu meiner Überraschung, nicht als Dracula sondern als Krüppel Ygor. Letzterer überzeugt grad noch so, auch wenn ich den Charakter Ygor eher öde finde; Karloff bleibt klar hinter seinen vorherigen Performances zurück. Polizeiinspektor Krogh ist mit seinem rechten amputierten Arm noch erwähnenswert. Das Monster reisst ihm im Finale, was klar das Highlight darstellt, dessen Arm ab, was urkomisch ausschaut, bevor Baron Frankenstein das Ungeheuer dann mit einer netten Stunteinlage ins Schwefelbad kickt.

Hätte mit ein paar Kürzungen viel besser werden können, so fängt es im Mittelteil aber leider zu schnell an langweilig zu werden. Der gute Beginn und das kurze prägnante Finale kann da auch nicht mehr viel rausreissen. Ganz nett, mehr nicht!

28.07.07

h1

Bride of Frankenstein

Juli 28, 2007

USA 1935 – Regie: James Whale – DVD Universal – IMDb


I’ve been cursed for delving into the mysteries of life!

In dieser überzeugenden Fortsetzung von “Frankenstein” übernimmt Boris Karloff wieder die Rolle des Frankensteinmonsters und macht erste Bekanntschaften mit seinem Umfeld. So entstehen nicht selten amüsante Szenen, wie beispielsweise als er die bisher einzige funktionierende Beziehung mit dem Blinden hat, der natürlich nicht sehen kann mit was für einem Ungeheuer er gerade eine raucht, speist und trinkt. Ein erfreulicher Moment für Frankenstein, bis er wieder mit der normalen Bevölkerung in Kontakt kommt und ihm klar wird, dass er einen Gleichgesinnten unbedingt nötig hat. Da kommt ihm Dr. Pretorius, der mit Hilfe von Dr. Frankenstein die zukünftige Gefährtin des Monsters erschaffen will, sehr gelegen, nur rechnet vor allem Pretorius nicht damit, dass Liebe eben nicht durch irgendeine Wissenschaft erschaffen werden kann…

Boris Karloff hat mit dieser Fortsetzung zweifellos seinen Höhepunkt als verkleidetes Monster feiern dürfen. Der Film besticht durch sehr atmosphärische Kulissen, einigen humorvollen Szenen und einem Ernest Thesiger, der als Dr. Pretorius dem Henry Frankenstein die Show stiehlt. Auch die ganzen Apparaturen im Finale und die Effekte waren, in Anbetracht der Zeit, gelungen. Natürlich nichts Hochspannendes, aber hinsichtlich des filmhistorischen Wertes (auch zusammen mit den zusätzlichen Dokumentationen bewertet) eine mehr als lehrreiche und interessante Stunde Film!

Werde mir die ganzen Fortsetzungen – frei nach dem Motto alles oder nichts – auch noch geben, auch wenn ich mir von denen nicht allzu viel, bis gar nix, verspreche. Bei den Draculafilmen von Universal war ja auch noch der ein oder andere amüsante Streifen mit drin.

27.07.07

h1

The Hitcher

Juli 28, 2007

USA 2007 – Regie: Dave Meyers – DVD Universum Film – IMDb


I want you to say four little words: I… Want… To… Die

Gestern folgte das nächste von Michael Bay produzierte Remake eines bekannten Horrorfilmes. Das Original von „The Hitcher“ blieb bisher bei mir noch aus, doch wird das nach der Sichtung des Remakes mit Sicherheit noch nachgeholt, weil mir dieses in bestimmten Bereichen nicht so ganz zufrieden stellen konnte.

Zum einen betrifft das Sean Bean, der zu meinen absoluten Lieblingen gehört was Nebenrollen angeht, doch hier irgendwie völlig blass bleibt. Seine Performance ist leblos und hat kein Feuer, wie man das sonst von ihm gewohnt ist und hier durchaus angebracht gewesen wäre. Vor allem der Charakter den er verkörpert, Highwaykiller John Ryder, fand ich schwach durchleuchtet. Ja im Grunde erfährt man rein gar nichts Relevantes über ihn, mal abgesehen davon, dass ihm das Töten Spass zu machen scheint. Ich weiss nicht wie das im Original ist, aber die Motive für sein Handeln fehlten mir hier im Remake. Gutes Beispiel sind viele Szenen, in denen er eigentlich die Möglichkeit hatte die beiden Turteltäubchen abzuknallen, es sich aber wohl dann doch immer anders überlegt hat. In der Schlussszene verhält er sich auch komplett abwesend, als er sieht, wie Grace mit der Schrottflinte auf ihn zukommt, genau weiss dass sie ihn erschiessen wird, ihr dann aber trotzdem den Rücken zukehrt. Ich wurde echt nicht schlau ab diesem Kerl.

Der Film ist sonst sehr schön anzuschauen, hat den von Bay bekannten Style mit tollen Landschaftsaufnahmen, die natürlich Ambiente schaffen, sogar ein paar heftige Autokarambolagen und die fast schon obligatorische sexy Hauptdarstellerin, hier in Person der zuckersüssen Sophia Bush. Als Horrorfilm würde ich dieses Remake jedoch nicht unbedingt bezeichnen. Ein richtiges Angstgefühl wollte bei mir nämlich nie einsetzen. Die Schockeffekte sind viel zu billig; dutzende davon bestehen einfach aus den typischen Der-Killer-kommt-aus-dem-Bildrand Momenten, die zudem auch nur mit dem explizit lauten Ton wirklich erschrecken. Bisschen Gore hier und da (aber nichts im Vergleich zum Kettensägenmassaker) macht ihn auch noch längst nicht zum Horror, sondern eher zum Actionthriller für zwischendurch. Wurde zwar schlussendlich doch gut unterhalten, aber die Störpunkte in der Darstellung des Highwaykillers waren dann doch zu eklatant und unbefriedigend, um den Film zu einem richtig guten Ride werden zu lassen.

27.07.07

h1

The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

Juli 27, 2007

USA 2006 – Regie: Jonathan Liebesman – DVD Entertainment in Video – IMDb


Come on Tommy, Ain’t no different than the slaughterhouse.

Ach du heilige Scheisse, hier wird dermassen auf die Bluttube gedrückt, dass es wirklich an die Grenzen des guten Geschmacks geht und für viele diese vermutlich auch überschreitet. Bei den blutrünstigen Horrorfilmen von 2006 muss sich das Prequel von Liebesman mit dem Craven Remake „The Hills Have Eyes“ messen. Letzterer kriegt bezüglich Gewalt grad noch so die Kurve und treibt’s zum Äussersten. In „TCM: The Beginning“ geht man meines Erachtens nach schon zu weit. Es wird alles so explizit gezeigt, dass es fast schon wieder lächerlich wirkt und auch die Tatsache, dass am Ende das Böse siegt, was für den geschichtlichen Verlauf des Massenmörders auch logisch erscheint, bewirkt bei mir eine Art Unzufriedenheit am Ende. Wenigstens als Sheriff Hoyt seine Vorderzähne verliert, machte sich bei mir innerer Jubel breit. Aber das ist eben auch schon alles, was der Zuschauer an Vergeltung zu sehen kriegt.

Nach der Sichtung stellt sich zudem die Frage, was man hier über 90 Minuten überhaupt genau gesehen hat. Im Grunde genommen hat man alles schon im Remake von 2003 gesehen; sogar die Hauptdarstellerin Jordana Brewster, die Jessica Biel locker Konkurrenz macht, trägt praktisch das gleiche Outfit wie Biel im 2003 Remake (fehlt nur noch der Cowboyhut). Lediglich der Gewaltfaktor wurde immens gesteigert und man erfährt auch mehr über diese Spinnerfamilie, in der R. Lee Ermey die Rolle des fiesen Bastards Hoyt übernimmt und darin von allen Akteuren am meisten überzeugt. Der hat dieses vulgäre Benehmen einfach drauf. Die Schauspieltruppe der Kids ist sympathisch gewählt. Jordana Brewster bietet eine ausgesprochen glaubwürdige und überzeugende Darstellung.

Durch die gute, vielleicht zum Teil etwas hektische, Kameraarbeit und dem passenden Soundtrack entsteht eine tolle Texas-Atmosphäre. Am Ende ist der Film aber nichts mehr als ein neuer Aufguss des TCM-Remakes, mit noch mehr Gewaltdarstellung und einem Einblick in die Vorgeschichte des psychopathischen Killers Leatherface. Letzteres war das Beste, der Rest ist einfach zu übertrieben und geschmacklos, was aber zugegebenermassen auch seinen Reiz und Unterhaltungswert besitzt.

26.07.07

h1

Rush Hour 2

Juli 26, 2007

USA 2001 – Regie: Brett Ratner – DVD Warner – IMDb


You think they scare me? I’m from Los Angeles, man. We invented gangs!

Da kann ich jetzt gleich vorweg sagen, dass mir der zweite Anlauf des Tucker & Chan-Duo um Längen besser gefiel. Der Film strotzt wie schon Teil 1 nur so von Logiklöchern und unglaubwürdigen sowie dämlichen Entscheidungen der Helden, doch mag ich es diesem zweiten Teil eher verzeihen, weil er noch mehr „over the top“ ist als sein Vorgänger. Im ersten Teil wollte man, so schien es mir, auch mit einer guten Story punkten, somit stand diese eher im Vordergrund als im Nachfolger, bei dem es, man merkt es von Anfang an, viel mehr auf die Action und die Sprüche ankommt, die noch besser geworden sind. Die langwierige Bekanntschaftsphase und Einführung der beiden Kumpels braucht’s nun auch nicht mehr, sondern es geht sofort zur Sache.

Der Frauenfaktor wurde hier stark erhöht. Wo man im ersten Teil keine einzige scharfe Braut zu Gesicht bekam, was durchaus zu so einem Film gehört, bekommt man hier gleich zwei in Nebenrollen zu bestaunen. Zumindest bei Roselyn Sanchez ist das Wort „staunen“ hinsichtlich der Kurven absolut legitim. Die süsse Ziyi Zhang, als Handlanger des Bösewicht, ist zwar nicht viel redseliger als der desolate Ken Leung im Erstling, hinterlässt aber trotzdem den besseren Eindruck. Übrigens ist auch noch Maggie Q irgendwo versteckt. Hab aber nicht auf sie geachtet, weil ich erst nach der Sichtung davon erfahren habe. Herrlich war auch Jeremy Piven in einer ganz kurzen Nebenrolle als schwuler Kleiderverkäufer. Einer der Humorhighlights!

Man hat sich also klar auf die Stärken der beiden Hauptdarsteller konzentriert und für beide die Action und den Humor gesteigert, wodurch die schlechte Story noch mehr in den Hintergrund gerät und somit zur Nebensache wird. Die Settingwechsel nach Hong Kong für die erste Hälfte und Las vegas für den Schluss bringen frischen Wind in die langweilige Darstellung L.A.’s im Vorgänger. Eine spassige und actionreiche Fortsetzung also, die mich nun doch etwas hoffnungsvoller auf den dritten Teil warten lässt.

24.07.07

h1

Rush Hour

Juli 22, 2007

USA 1998 – Regie: Brett Ratner – DVD BMG – IMDb


It is not my job to be jumping on and off of buses, I don’t do that, I am not Carl Lewis!

Meine Vorurteile gegenüber Chris Tucker waren eigentlich der Grund, weshalb ich um die „Rush Hour“-Filme immer einen grossen Bogen gemacht habe. In „The Fifth Element“ hatte ich ihn nämlich immer als lästige Nervensäge in Erinnerung. In „Rush Hour“ jedoch ist er die einzige Konstante, die den Film vor dem totalen Absturz rettet. Seine schlagfertigen Sprüche sind einfach herrlich und bringen richtig Stimmung. Partner Jackie Chan jedoch bleibt schauspielerisch einmal mehr unglaublich blass. Er hat eine Wahnsinns-Akrobatik, aber der Rest ist eine Katastrophe, so liebenswürdig er auch sein mag. Wer Schiss vor Dialogsszenen hat, was Chan von sich selbst behauptet, kann einfach kein guter Schauspieler sein. Leider bleiben aber auch seine Kämpfe unter den Erwartungen, und es ist viel mehr der Wortwitz von Chris Tucker, der die Highlights des Filmes darstellt. Ken Leung kann sogar noch einen draufsetzen und spielt noch beschissener als Jackie Chan. Dessen Mimik ist ja schon so schlimm, dass sie fast schon wieder lustig ist.

Erzählerisch leider auch eine richtige Schlaftablette das Ganze. Das Prozedere hat man schon tausende von Male mitverfolgt und das Schlimmste ist ja noch, dass vor dem Finale schon aufgelöst wird, wer dieser Juntao überhaupt ist. Wo bleibt danach noch die Spannung? Die Geschichte kann höchstens Kinder unter Zwölf bei Stange halten. Chans Kämpfe und Akrobatikeinlagen bleiben leider auch nicht mehr als Turnübungen. Wer ihn richtig in Aktion sehen will, der soll sich lieber mal die „Police Story“-Reihe geben.

Ein wenig Laune kam dank Tuckers Humor und den daraus entstehenden lustigen Momente trotzdem. Reichen tut das für eine überzeugende Actionkomödie aber noch nicht. Auf Part 2 bin ich trotzdem gespannt. Hoffentlich hat man in der Fortsetzung überall noch was drauf gelegt, dann kann’s kaum schlechter werden.

21.07.07

h1

Clear and Present Danger

Juli 21, 2007

USA 1994 – Regie: Phillip Noyce – DVD Paramount – IMDb


I’m sorry, Mr. President, I don’t dance.

Mit Tom Clancy konnte ich bis dato nicht sehr viel anfangen. Habe früher mal einen Blick in seinen Roman Rainbow Six geworfen, doch leider schnell wieder weggelegt. War mir zuviel politisches Geschwafel und hatte mir auch immer einen zu grossen Militärtouch. Das war natürlich noch in Zeiten, in denen ich von Politik keinen blassen Schimmer hatte und heute muss ich sagen gefallen mir seine Storys doch ganz gut, mal abgesehen vom Militärpart, den ich weiterhin langweilig finde. „The Hunt for Red October“ muss ich natürlich unbedingt noch schauen – weil bei dem auch John McTiernan Regie führte -, „The Sum of all Fears“, der schon länger in der Sammlung rumsteht, selbstverständlich auch und „Patriot Games“, sozusagen der Vorgänger von „Clear and Present Danger“, steht ebenfalls schon auf der Kaufliste.

Der Film kann die Hochspannung leider nicht über die vollen zwei Stunden aufrechterhalten. Gelangweilt ist man aber dank Harrison Ford trotzdem nie. Man nimmt ihm die Rolle sofort ab, weil er sie eben so toll ausfüllen kann. Braucht man einen Schauspieler, der einen Familienvater spielen muss, der zudem noch ständig in Gefahr schwebt, braucht man nicht lange suchen, denn Harrison Ford ist der perfekte Darsteller dafür. Machte eine schwierige Stuntszene sogar selber, obwohl man ihm gar nicht die Erlaubnis gegeben hat. Eher schwach dagegen fand ich die Darstellung des Präsidenten. Der kam mir sehr unkompetent vor, was allerdings nicht an Donald Moffat gelegen haben dürfte. Das war wohl absichtlich so gewollt, den Präsidenten ein wenig dümmlich darzustellen. Würde in die heutige Zeit ja sehr gut passen, aber anfangs der 90er Jahre? Damals war Bush Senior am Werke, den ich halt zu wenig gut kenne, um beurteilen zu können, ob die Darstellung des Präsidenten im Film auf ihn zugeschnitten wurde. Jedenfalls für mich klipp und klar, dass das ein schwacher Präsident war im Film.

Wahnsinnig auch wieder zu sehen, mit was für Computern damals noch gearbeitet werden musste. Dieses Computerduell zwischen Jack Ryan (Ford) und Ritter (Czerny) ist eine der stärksten Szenen des Filmes und zeigt auch blendend auf, wie rapide wir uns in dem Bereich bis heute weiterentwickelt haben. Dramaturgisch meisterhaft geschnitten, wie eigentlich der ganze Film. Was das Mittendrin-Gefühl angeht, muss sich der Film trotz seines Alters nicht vor aktuellen Produktionen verstecken. In der Beziehung sticht vor allem die tolle Angriffsszene hervor, in der wie erwähnt Harrison Ford einen Stunt sogar selber ohne Genehmigung durchführte. „Das Kartell“ ist wirklich ein interessanter, gut erzählter Thriller, den man sich bedenkenlos anschauen kann. Hier und da etwas Geduld mitbringen, wenn man aber Harrison Ford mag, erübrigt sich die Frage einer Sichtung sowieso.

20.07.07

h1

Dead Silence

Juli 21, 2007

USA 2007 – Regie: James Wan – HD DVD Universal – IMDb


Remember: whatever happens, don’t scream.

Nach seinem Megaerfolg „Saw“ wagte sich James Wan an ein weiteres Projekt, dass er schon während der Post-Production von Saw entwickelte, und bei dem die Atmosphäre und Machart zurück zu den Wurzeln des Horrorfilmes gehen sollten. Das heisst natürlich auch, dass der Film um einiges mehr auf die Stimmung setzen sollte als auf Goreffekte, was ihm, meines Erachtens nach, sehr gut gelungen ist.

Herausgekommen ist also ein Spin-Off der alten gruseligen Puppenfilme. Kenne diese alten Streifen aber leider nicht, somit kann ich „Dead Silence“ schlecht mit diesen vergleichen. Das Ambiente fand ich bemerkenswert. Wan hat hier ganz klar auf die Einrichtungen der Häuser geachtet und natürlich Auge darauf gelegt, dass das Setting stets in Nebel gehaucht ist. Die Wälder und der verfremdete bläuliche Look mit hervorstechend leuchtendem Rot unterstützen die schaurige Atmosphäre. Man muss hier keinen Schocker à la Saw erwarten, denn dann wird man enttäuscht sein. Obwohl „Dead Silence“ doch ein zwei harte Schreckensmomente zu bieten hat, sind es in erster Linie die Bildeindrücke und nicht etwa aus dem Nichts erscheinende Monster, die Schrecken einjagen sollten. Bei der Kamera hat man schlicht und einfach super Arbeit geleistet und so einen tollen Look erreicht. Hat fast schon was von Tim Burton. Auch sehr schöne Rückblenden, die mit einem passenden Soundtrack, ähnlich dem von Saw, untermalt werden.

Die Story ist nicht allzu komplex, simpel gestrickt, hat am Ende aber dennoch einen wirklich netten Twist, den ich so nicht erwartet hätte. Nicht ganz so einfahrend wie in „Saw“ aber trotzdem noch gut genug, um den Film danach zu mögen und befriedigt zu sein. Zumindest wird alles schön säuberlich aufgedeckt. Im Vorfeld war ich wegen Donnie Wahlbergs Rückkehr, nachdem er in Saw 2 einfach beschissen war, sehr skeptisch, doch glücklicherweise hat er sich stark gesteigert und übernimmt hier den komplett anderen Detective, viel lustiger und ironischer. Ryan Kwanten, der die Hauptrolle übernimmt, sah ich hier zum ersten Mal und war nicht schlecht. Es war wahrscheinlich sogar die beste Wahl, für die Hauptrolle einen unbekannten Darsteller zu nehmen. Der Rest des Casts überzeugt ebenfalls und allein Amber Valletta sollte grund genug sein dem Film eine Chance zu geben.

Ich kann die zum Teil durchwachsenen Kritiken nachvollziehen, weil man nach Saw vielleicht erwartet hätte, James Wan würde noch einen draufsetzen. Stilistisch hat er das zweifellos getan, aber von der Story her gesehen, hat er eher einen Gang hinunter geschaltet. Jetzt muss jeder selbst entscheiden, ob er mit einer weniger spannenden Story leben kann, wenn dafür der Look und die Atmosphäre 1A sind. Zumindest war das für mich wieder einmal der perfekte High Definition Film für die grosse Leinwand und die Surroundanlage. Eine kleine modern angehauchte Gruselmär, um den Filmabend einzuläuten! Jetzt freu ich mich auf Death Sentence, der Trailer sieht schon mal sehr geil aus!

18.07.07